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Opistognathus rosenblatti, auch Blaupunkt-Kieferfisch, Blaupunkt-Opistognathus oder Blue Spotted Jawfish genannt, ist einer der spektakulärsten Grundfische, die man in einem Meerwasseraquarium beobachten kann. Er stammt aus dem Golf von Kalifornien, auch als Meer von Cortez bekannt, und zeichnet sich durch seine besonders originelle Färbung sowie sein Höhlenbauverhalten aus.
Sein dunkelbrauner bis fast schwarzer Körper ist mit zahlreichen leuchtend elektrisch blauen Punkten bedeckt. Der Kopf zeigt in der Regel hellere Nuancen, von Gelb bis orangebraun. Seine Färbung kann sich je nach Alter, Geschlecht und Verhalten des Tieres verändern. Männchen können insbesondere während der Balzphasen eine deutlich andere Färbung zeigen.
Diese Art erreicht als ausgewachsenes Tier in der Regel etwa 10 cm. Trotz ihrer relativ geringen Größe benötigt sie ein speziell eingerichtetes Aquarium, um ihr natürliches Verhalten korrekt ausleben zu können.
Opistognathus rosenblatti verbringt einen großen Teil seiner Zeit in unmittelbarer Nähe seines Baus. Er gräbt eine Röhre in den Bodengrund und verwendet anschließend Sand, kleine Gesteinsstücke, Muschelschalen oder Korallenfragmente, um die Wände zu stabilisieren und den Eingang zu gestalten.
Sein Bauverhalten ist besonders interessant zu beobachten. Der Fisch kann Dekorationselemente einzeln bewegen, bestimmte Stücke auswählen und den Eingang seiner Behausung regelmäßig umgestalten. In seinem natürlichen Lebensraum kann er den Eingang seines Baus bei Einbruch der Nacht auch verschließen und ihn am nächsten Morgen wieder öffnen.
Hat er sich erst einmal eingerichtet, bleibt er oft so positioniert, dass nur der Kopf oder der obere Teil des Körpers über dem Bau sichtbar ist, bereit, kleine Beutetiere in der Nähe zu ergreifen.
Im Gegensatz zu vielen Riffbarschen ist die Qualität des Bodengrunds ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Haltung von Opistognathus rosenblatti. Eine Sandschicht von mindestens 10 cm wird empfohlen, idealerweise mit Bereichen von 15 cm oder mehr.
Der Bodengrund kann aus einer Mischung aus feinem bis mittlerem Sand bestehen, ergänzt durch kleine Gesteinsstücke, Muscheln oder Korallenfragmente. Diese unterschiedliche Körnung ermöglicht dem Fisch den Bau einer stabilen Röhre, die seinem natürlichen Lebensraum möglichst nahekommt.
Ebenso wichtig ist, dass die Hauptgesteine der Einrichtung absolut stabil sind und auf einer festen Basis aufliegen. Da der Fisch unter Steinen tief graben kann, könnte eine nur auf dem Sand aufliegende Dekoration instabil werden.
Die Temperatur ist eine der wichtigsten Besonderheiten von Opistognathus rosenblatti. Diese Art stammt aus den vergleichsweise kühlen Gewässern des Golfs von Kalifornien und sollte nicht als klassischer tropischer Riffisch betrachtet werden.
Für eine dauerhafte Haltung wird idealerweise eine Temperatur von etwa 21 bis 24 °C empfohlen. Hohe Temperaturen sollten über längere Zeit vermieden werden. In einem warmen Raum oder im Sommer kann daher der Einsatz eines Kühlgeräts notwendig werden, um eine geeignete und stabile Temperatur zu gewährleisten.
Diese Besonderheit muss unbedingt vor dem Kauf berücksichtigt werden, insbesondere wenn der Fisch in ein Riffaquarium mit Arten einziehen soll, die normalerweise bei 25 oder 26 °C gehalten werden.
Empfohlenes Mindestvolumen: etwa 200 Liter für ein Tier, mit großer Grundfläche.
Endgröße: etwa 10 cm.
Empfohlene Temperatur: idealerweise 21 bis 24 °C.
pH: etwa 8,1 bis 8,4.
Dichte: etwa 1,023 bis 1,025.
Bodengrund: feiner bis mittlerer Sand, ergänzt durch kleine Elemente unterschiedlicher Körnung.
Empfohlene Sandhöhe: mindestens 10 cm, idealerweise 10 bis 15 cm oder mehr im Bereich des Baus.
Strömung: mäßig in Bodennähe, ohne starke direkte Strömung auf den Eingang des Baus.
Opistognathus rosenblatti ist ein ausgezeichneter Springer. Ein offenes Aquarium stellt daher ein erhebliches Risiko dar, insbesondere beim Einsetzen des Fisches, nachts oder wenn er erschrickt.
Es wird dringend empfohlen, eine Abdeckung oder ein speziell für Meerwasseraquarien vorgesehenes Netz zu verwenden. Auch Öffnungen um Kabel, Schläuche und Technik sollten gesichert werden, da bereits eine relativ kleine Lücke ausreichen kann, damit der Fisch das Aquarium verlässt.
Opistognathus rosenblatti ist gegenüber anderen Fischen in der Regel friedlich. Er ist jedoch territorial rund um seinen Bau und benötigt ausreichend Platz am Boden.
Am besten vergesellschaftet man ihn mit ruhigen Fischen, die nicht ständig versuchen, in sein Revier einzudringen oder ihm das gesamte Futter wegzunehmen. Besonders aggressive, sehr lebhafte oder beim Füttern stark konkurrenzstarke Fische sind nicht zu empfehlen.
Mehrere Tiere können natürlicherweise in der Nähe voneinander leben, doch die Gruppenhaltung erfordert ein deutlich größeres Aquarium mit einer großen Sandfläche. Jedes Tier muss seinen eigenen Bau anlegen können und dabei genügend Abstand zu seinen Artgenossen haben.
Diese Art gilt als riffaquarientauglich und greift Korallen normalerweise nicht an. Ihre Aktivität konzentriert sich hauptsächlich auf den Bodengrund und ihren Bau.
Opistognathus rosenblatti ist überwiegend carnivor und ernährt sich in der Natur von kleinen planktonischen Organismen und Wirbellosen, die in der Nähe seines Baus vorbeiziehen.
Im Aquarium kann er mit Artemia, Mysis, Copepoden, fein zerkleinertem Krill sowie verschiedenen für carnivore Meeresfische geeigneten Frostfuttersorten gefüttert werden. Manche Tiere nehmen nach und nach auch kleine Granulate an.
Die Fütterung sollte so erfolgen, dass ein Teil des Futters in die Nähe seines Reviers gelangt. Ein frisch eingesetztes Tier kann zögern, seinen Bau zu verlassen, um mit anderen Fischen zu konkurrieren.
Mehrere kleine Fütterungen können besser sein als eine einzige große Gabe, insbesondere in den ersten Wochen der Eingewöhnung.
Die ideale Einrichtung beruht auf einer großen Sandfläche in Kombination mit einigen perfekt stabilisierten Felsbereichen. Das Hinzufügen kleiner Gesteinsfragmente, leerer Muschelschalen und unterschiedlich großer Bodengrundstücke bietet dem Fisch zahlreiche Materialien für den Bau seines Baus.
Es ist besser, den Bodenbereich relativ ruhig zu halten. Eine zu starke Strömung kann den Sand ständig verlagern und dem Fisch das Stabilisieren des Baueingangs erschweren.
Wenn er in ein neues Aquarium einzieht, kann der Fisch eine Zeit lang verborgen bleiben, bevor er den endgültigen Standort seines Baus auswählt. Er kann seine Behausung auch mehrmals umziehen und neu bauen, bevor er einen geeigneten Platz findet.
Opistognathus rosenblatti ist sowohl wegen seiner außergewöhnlichen Färbung als auch wegen seines Verhaltens begehrt. Seine elektrisch blauen Punkte bilden einen spektakulären Kontrast zu seinem dunklen Körper, während seine ständige Aktivität rund um den Bau ihn zu einem besonders interessanten Beobachtungsobjekt macht.
Er eignet sich besonders für Aquarianer, die natürliche Verhaltensweisen beobachten möchten, statt einen Fisch, der ununterbrochen im freien Wasser schwimmt. Bauverhalten, Verschieben von Steinen, Revierbewachung und das Verschließen des Baus gehören zu seinem Alltag.
Seine Haltung erfordert jedoch mehr Vorbereitung als die eines Opistognathus aurifrons. Eine große Bodengrundhöhe, eine vergleichsweise kühle Temperatur, eine ausreichende Grundfläche und ein vollständig abgedecktes Aquarium sind unerlässlich, um ihm gute Lebensbedingungen zu bieten.
Mit seinen zahlreichen elektrisch blauen Punkten und seinem Verhalten als echter Baumeister ist Opistognathus rosenblatti eine emblematische Art unter den Kieferfischen. Gut in einem geeigneten Aquarium untergebracht, bietet er ein dauerhaftes Schauspiel rund um seinen Bau und entwickelt schnell ein charakteristisches, leicht beobachtbares Verhalten.
Er richtet sich jedoch an Aquarianer, die ihm ein Aquarium bieten können, das auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist: tiefer Bodengrund, ruhige Umgebung, geeignetes Futter und vor allem eine kühlere Temperatur als in vielen klassischen tropischen Riffaquarien.